Sie sind hier: Erfahrungsberichte > Fallanalyse nach 5BN > chronischer Durchfall / 5BN, 29.12.2014


chronischer Durchfall / 5BN, 29.12.2014

Diagnose

Diagnose:

chronische Durchfälle, "chronisch" wird Durchfall offiziell ab 3-4 Wochen bezeichnet

Therapie:

Fallanalyse nach 5BN

Vorgeschichte:

Erstes Auftreten des Symptoms:

Am 22. Oktober diesen Jahres hatte ich auf einmal sehr flüssigen Stuhlgang. Ich war zunächst nicht irritiert, weil so etwas ja immer mal vorkommen kann, aber das ganze hörte nicht auf.

Verlauf:

Über 4 Wochen lang hatte ich komplett wässrige Stuhlgänge.

Erste Diagnosestellung:

Eventuelle unerfolgreiche therapeutische Versuche:

Ich habe symptomatisch versucht drauf einzuwirken mit Perenterol, Iberogast, etc. aber es hat eigentlich nichts wirklich geholfen. Gegen die Schwäche habe ich regelmäßig Elektrolytflüssigkeit getrunken.

Letztlich erfolgreiche Therapieform:

Analyse nach 5 biologischen Naturgesetzen:

Da ich nicht abgenommen habe und der Stuhlgang schmerzlos und ohne Blähungen verlief und sich auch nicht unwillkürlich entleerte, konnte ich auf das SBS des Dickdarms schließen. Der Dickdarm sammelt den Stuhl lediglich und zieht noch etwas Wasser heraus. Deswegen fühlte ich mich aufgrund des Elektrolytmangels schwach ohne jedoch spürbar abzunehmen. 

Man könnte ja meinen, ich sei so versiert, dass ich alle SBSe an mir selbst verstünde - hier stand ich jedoch auf dem Schlauch: Ich ging immer wieder durch, was ich am 21./22. Oktober gelöst haben könnte, aber nichts an dem Tag war auf einem so hohen emotionalen Level, dass es 4 Wochen lang Durchfälle rechtfertigen würde. Dies verunsicherte mich natürlich zunehmend, da ich die letzten Jahre eigentlich jedes Symptom an mir verstehen und einordnen konnte.

Das SBS des Dickdarms läuft wie folgt ab:
Konfliktaktivierung entsprechend der Funktion des Darms: Etwas nicht loswerden (ausscheißen) zu können, von dem man aber noch etwas behalten möchte (Wasser resorbieren). Das ist vom Inhalt natürlich etwas weit interpretierbar - meist sind es ungerecht empfundene Ärger-Situationen.
Konfliktaktive CA-Phase: Der Dickdarm versucht, durch Erhöhung der Resorption mehr Wasser zu entziehen.
Konfliktgelöste PCL-Phase: Die Resorption ist deutlich vermindert. (-> Durchfall)

Schließlich fiel es mir Ende November schlagartig ein:
Ich hatte am 20. Oktober eine lange eMail geschrieben und dabei mit einer sehr alten Sache aufgeräumt. Es war ein "Skandal" aus meiner Jugend. Die Situation spielte sich in einer Theatergruppe ab, in der ich lange Jahre Mitglied war und mich aufgrund des "Skandals" gezwungen sah, auszutreten. Ich wollte klar den Ärger loswerden, aber die Gruppe eigentlich behalten. (Dickdarm-Aktivierung) Diese Situation war sicherlich eine der unangenehmsten in meinem Leben für mich und immer wieder empfand ich diese Situation wieder, wenn ich alte Mitglieder aus der Gruppe oder auch den damaligen Theaterleiter wiedertraf.

Nun habe ich aus heiterem Himmel am 20. Oktober eine eMail an den Leiter geschrieben und mich dafür entschuldigt, dass ich damals nicht emotional kompetent mit der Situation umgehen konnte - obwohl mich rational betrachtet keine Schuld trifft. Aber ich wollte damit eine Geste der Versöhnung zeigen und habe mich auch für die Dinge bedankt, die ich damals gelernt habe. Beim Schreiben kamen mir sogar die Tränen und ich hatte sogar den Gedanken "Jetzt bekommst du bestimmt Symptome!". 2 Tage später, also an dem Tag, wo die Durchfälle begannen, kam die Antwort, dass alles gut sei und er mir nicht böse ist.

Kurz nachdem ich diesen Zusammenhang verstanden hatte, hörte der Durchfall auf. Dies ist natürlich keine Folge der Einsicht - aber vermutlich wurde ich dadurch innerlich so beruhigt, dass das SBS zu Ende laufen konnte. Es ist auch möglich, dass sich durch meine Unsicherheit ein Lokalrezidiv eingestellt hatte ("Den Durchfall loswerden, aber das Wasser noch rausziehen"), was natürlich durch das Verständnis der Zusammenhänge Sinn machen könnte.

Dokumente / Befunde:

bisher keine Dokumente

Wichtiger Hinweis: Kopernikus e.V. ist nicht verantwortlich für die Inhalte der Fallberichte. Die Datenbank ist weder Werbung für eine bestimmte Methode noch eignet sie sich als Beratungsinstrument bzgl. einer Therapie. Selbst wenn Sie zahlreiche Erfolgsmeldungen zu einer Methode vorfinden, könnten diese frei erfunden, Zufall oder das Ergebnis des sog. Placeboeffektes sein. Es sind keine Rückschlüsse von anderen Fällen auf Sie persönlich möglich. Für Ihre persönlichen therapeutischen Entscheidungen sollten Sie unbedingt einen Arzt oder Therapeuten zu Rate ziehen!